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Was versteht man unter „patientenidividuellen Arzneimittelblistern“?
Seit die Medikamentenversorgung in Pflegeeinrichtungen vor einigen Jahren auf eine neue gesetzliche Grundlage gestellt wurde, haben sich viele Apotheken darauf spezialisiert, den Pflegekräften das Bereitstellen der Medikamente zu erleichtern. Neben Dosiersystemen, die direkt im Heim befüllt werden, nutzen größere Häuser inzwischen oft so genannte Wochenblister.

Dabei handelt es sich um kleine Sichtverpackungen (im Fachjargon „Blister“ genannt), die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer Apotheke bestückt und mit Folie verschweißt werden. Die Lieferung erfolgt in der Regel einmal wöchentlich.
Von vielen Seiten im Gesundheitswesen wird nun gefordert, die Arzneimittelversorgung von Heimen und Pflegeeinrichtungen an die technischen Möglichkeiten und europäischen Standards anzupassen. Diese Entwicklung hat die Birken-Apotheke schon lange erkannt und intensiv verfolgt. Mit der Kölsche Blister GmbH hat die Birken-Apotheke nun einen verlässlichen Partner für die individuelle Zweitverblisterung von festen Arzneiformen (Tabletten und Kapseln) an ihrer Seite.

Ohne Zweifel entlasten derartige Verfahren das Pflegepersonal und erhöhen die Versorgungssicherheit der Patienten. Bei den bisher häufig in Apotheken und Pflegeheimen angewendeten Verfahren werden die Medikamente per Hand aus den Original-Verpackungen entnommen und in Dosierungssysteme oder Blister einsortiert. Trotz aller Sorgfalt sind Verwechslungen dabei nie ganz auszuschließen. Die vollautomatische Verpackung in Blisterbeutel mit Hilfe eines computergestützten Automaten, wie sie bei der Kölsche Blister GmbH angewendet wird, gilt als nahezu hundertprozentig sicher. In anderen europäischen Ländern hat sich dieses System schon seit mehr als zehn Jahren bewährt. Auch größere Krankenhäuser in Deutschland verfügen über ausnahmslos gute Erfahrungen damit.
Seit 2005 ist die Dienstleistung der automatischen Verblisterung auch außerhalb von Krankenhäusern möglich. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK), der auch unsere Dienstleistungen überprüft, hat die automatische Verblisterung mittlerweile in seinen Kriterienkatalog aufgenommen und empfiehlt sie für die Heimversorgung.

Die Birken-Apotheke hat mit der Kölsche Blister GmbH als erste Apotheke Kölns ein entsprechendes Qualitäts-Netzwerk aufgebaut - in enger Abstimmung mit Heimen und Pflegekräften, Ärzten und Apothekern, Patienten und Angehörigen. Gerne benennen wir Ihnen entsprechende Referenzeinrichtungen.

Wie funktioniert die Verblisterung?
Das Herzstück der patientenindividuellen Verblisterung ist der Blisterautomat. Den Blisterautomaten kann man sich als eine Art Turm vorstellen, in dessen Fächer zeitgleich bis zu 400 Kassetten mit Medikamenten eingesetzt werden können.

Insgesamt kann die Maschine sogar über 1000 solcher Kassetten verwalten. Jede einzelne Kassette funktioniert wie ein Trichter, an dessen unterem Ende ein Dosierspender immer exakt die geforderte Zahl an Tabletten freigibt.Sie werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kölsche Blister GmbH unter strengsten Hygienevorschriften jeweils mit einem der benötigten Medikamente befüllt. Die gesamte Produktion findet in einem eigens errichteten Reinraum statt, der zu jeder Zeit eine hohe Qualität gefilterter Luft mit vorgegebener Temperatur und Luftfeuchtigkeit gewährleistet. Als erster Blisterbetrieb Deutschlands hat die Kölsche Blister GmbH der eigentlichen Produktion einen Lagerautomaten vorgeschaltet, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die benötigten Arzneimittel bedarfsgerecht an den gewünschten Arbeitsplatz liefert. So werden Verwechslungen verhindert. Durch Scanvorgänge und andere Maßnahmen ist die anschließende automatische Befüllung der Blister mehrfach abgesichert.

Jeder Medikamentenkanister ist durch einen Mikrochip eindeutig einem festgelegten Inhalt zugeordnet und verarbeitet immer nur eine Medikamentensorte. Die Maschine liest beim Einsetzen der Kassette den Chip und reiht die Medikamente automatisch in den Produktionsfluss ein. Ein Vertauschen ist unmöglich.
Tabletten, die für den jeweiligen Kanister nicht vorgesehen sind, können die Freigabeöffnung nicht passieren. Damit ist ausgeschlossen, dass versehentlich falsche Medikamente eingeschweißt werden.

Das System wird über eine ausgeklügelte, aber leicht zu bedienende Software gesteuert. Darin sind die für jede Patientin und jeden Patienten verordneten Medikamentendosen festgehalten. Für die einzelnen Tagesrationen „ordert“ die Maschine genau diese Medikamente aus den bereitstehenden Kassetten. Die Blistereinheit schweißt sie dann in durchsichtige kleine Beutel ein. Auf diese Beutel werden Informationen wie Name des Patienten, Einnahmeanweisungen, das Aussehen und die Charge der Tablette sowie der Name des Arztes wischfest aufgedruckt.

Das Endprodukt ist ein Beutelstrang, dessen Segmente entlang der Perforierung leicht zu trennen sind. Je nach Bedarf erhalten die Station oder die Patienten diese Beutel in einer praktischen Box, aus der dann die einzelnen Rationen zum jeweils vorgegebenen Einnahmezeitpunkt entnommen werden.

Das Verfahren entspricht höchsten pharmazeutischen Hygieneanforderungen. Pro Tag können mit einer Maschine circa 1.300 Patienten versorgt werden. Hier können die Rationen Tage oder sogar Wochen im Voraus produziert und fast jedes gängige Präparat verarbeit werden.
Die Endkontrolle übernimmt ein Videosystem, dass jede einzelne Tablette überprüft und mit dem gespeicherten Referenzfoto vergleicht. Jeder Fehler fällt auf und wird den Mitarbeitern zu weiteren Kontrolle und Korrektur angezeigt. Die optische Kontrolle bietet jedoch gleichzeitig die Möglichkeit der lückenlosen Dokumentation der Arzneimittelvergabe an die Patientinnen und Patienten.

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